Evidenz nach dem Screening extrahieren — nicht aus dem Titel
Datenextraktion verdichtet eingeschlossene Arbeiten auf prüfbare Felder. Sie ist kein Ergebnisteil, keine Metaanalyse und nichts, das sich aus einem Titel vervollständigen lässt, wenn der Volltext fehlt.
Das Screening entscheidet, welche Datensätze in die Evidenzbasis eintreten. Die Extraktion entscheidet, was Sie über sie sagen dürfen. Wer Ergebnisse aus Titeln schreibt oder Design und Endpunkte füllt, weil der Abstract sie „wahrscheinlich“ enthält, extrahiert nicht. Er dekoriert.
Für eine Dissertationsmethodik und für den Methodenteil eines DFG-Antrags ist der Unterschied nicht kosmetisch. Eine Ethikkommission will wissen, worauf sich Aussagen stützen. Eine Gutachterin will wissen, ob Zahlen aus dem Volltext stammen oder aus einer Vermutung über den Titel. LitSynth führt die Extraktion als eine Karte je eingeschlossener Arbeit: wer untersucht wurde, was getan, wogegen verglichen, auf welchen Endpunkten, mit welcher Nachbeobachtung, mit welchem Hauptschätzer, plus Design und Limitationen.
Die zitierfähige Seite ist Datenextraktion. Dieser Essay erklärt, wie Sie die Tabelle nutzen, ohne daraus falsche Sicherheit zu machen.
Ein Absatz für den Methodenteil
Die Datenextraktion erfolgte ausschließlich an Datensätzen, die das Titel-/Abstract-Screening überstanden hatten. Für jede eingeschlossene Arbeit wurden Studiendesign, Population, Intervention oder Exposition, Vergleich, Endpunkte, Nachbeobachtung, Hauptschätzer sowie von den Autorinnen und Autoren berichtete Limitationen festgehalten, soweit die vorliegende Quelle dies zuließ. Fehlgeschlagene oder quellenunzureichende Zeilen wurden beibehalten und nicht stillschweigend entfernt. Eine unabhängige doppelte Extraktion und die Beschaffung des Volltexts für jeden Datensatz wurden in der Software nicht durchgeführt, sofern nicht gesondert beschrieben.
Haben Sie am Volltext extrahiert, schreiben Sie das. Hatten Sie nur Abstracts, schreiben Sie das ebenfalls. Fehlende Information ist eine Methode, kein Makel. Wer sie verschweigt, damit die Tabelle „vollständig“ wirkt, erzeugt genau den Eindruck, den eine Methodenstelle später zerlegt.
Extraktion folgt auf das Screening, sie läuft nicht daneben
Extrahieren Sie nicht die ganze Treffermenge „für alle Fälle“. Ungeeignete Datensätze in der Tabelle verleiten dazu, sie in der Diskussion als Evidenz zu behandeln. Der Essay zum Screening ist die Schleuse. Bewertung und die Matrix der Forschungslücken kommen erst, wenn die Tabelle existiert.
Die Reihenfolge ist keine Formatfrage. Eine Lücke, die aus Titeln abgeleitet wird, ist eine Vermutung. Ein Urteil zum Verzerrungsrisiko am Titel ist Theater. Beide späteren Essays setzen voraus, dass extrahierte Felder vorliegen. Wer das in einem Rapid Review abkürzt, muss die Abkürzung benennen; wer eine systematische Übersicht beansprucht, darf sie nicht unterschlagen.
Eine minimale Karte ist rekonstruierbares PICO plus Ehrlichkeit
Eine Zeile, die sich nicht zur Quelle zurückverfolgen lässt, ist keine Evidenztabelle. Mindestens gehören hinein:
- Population — wer tatsächlich eingeschlossen war, nicht wen die Übersicht sich gewünscht hätte;
- Intervention oder Exposition;
- Vergleich, oder die ausdrückliche Feststellung, dass keiner berichtet wurde;
- Endpunkte und Nachbeobachtung;
- Studiendesign und eine konservative Evidenzstufe;
- Hauptschätzer nur, wenn die Quelle einen berichtet;
- Limitationen, für die die Arbeit selbst eine Grundlage liefert.
Die LitSynth-Karte ist um diese Felder gebaut. Zusätzliche Spalten sind zulässig. Leere Pflichtfelder mit erfundenen Zahlen sind es nicht. In einer Dissertationsmethodik gilt derselbe Satz, den man Studierenden für Laborbücher beibringt: lieber eine Lücke als eine geschönte Zelle.
Fehlgeschlagene Zeilen gehören zur Methode
Volltexte fehlen. Abstracts verschweigen den Vergleich. PDFs lassen sich nicht parsen. Das korrekte Verhalten ist, die Karte als fehlgeschlagen oder quellenunzureichend zu markieren und sie in der Tabelle zu belassen. Wer Fehlerzeilen löscht, macht die Tabelle vollständig und die Übersicht unwiederholbar. Vor einer Ethikkommission ist das kein Schönheitsfehler, sondern ein Dokumentationsbruch.
Zwei Regeln, die in der Begutachtung tragen:
- Design und Endpunkte nicht allein aus dem Titel vervollständigen und sie anschließend als extrahierte Evidenz diskutieren.
- Extrahierte Effektgrößen nicht als gepoolte Schätzer behandeln. Eine Spalte Zahlen ist keine Metaanalyse. Wer einen zusammenfassenden Effekt will, braucht eine gesonderte Analyse — und die führt LitSynth nicht durch.
Für eine Ethikkommission und für den Methodenteil eines DFG-Antrags gilt dieselbe Unterscheidung wie beim Screening: Rapid Review darf mit Abstracts arbeiten, wenn Sie das schreiben. Eine systematische Übersicht, die Designs und Endpunkte aus Titeln füllt, hat die Extraktion nicht durchgeführt, sondern vorweggenommen. LitSynth führt innerhalb des Produkts keine unabhängige doppelte Extraktion durch; wer sie braucht, exportiert die Tabelle und holt die zweite Person außerhalb nach.
Die Evidenzmatrix ist eine Prüflage, kein Ergebnisteil
LitSynth kann Karten zu Themen, stützenden gegen widersprüchliche Befunde und häufigen Limitationen zusammenziehen. Nutzen Sie das, um die Form der eingeschlossenen Menge zu sehen. Danach schreiben Sie die Erzählung und zitieren. Eine Matrix ist kein Forest Plot und kein Ersatz für Synthese.
Sind zwei Karten Fortsetzungen derselben Elternstudie, sind sie nicht zwei unabhängige Stützpfeiler. Die Extraktion muss das sichtbar machen; die Matrix darf es nicht waschen. Wer im DFG-Antrag „mehrere unabhängige Nachweise“ schreibt, obwohl Schema, Hauptpublikation und Post-hoc-Analyse derselben Kohorte zählen, hat die Tabelle nicht gelesen.
Was der Methodenteil einer prüfenden Stelle liefern muss
- welche Felder extrahiert wurden;
- dass die Extraktion KI-gestützt und menschlich geprüft war;
- wie fehlgeschlagene Extraktionen behandelt wurden;
- ob eine zweite Person eine Stichprobe oder die ganze Menge geprüft hat — und dass LitSynth diese Doppelung nicht intern durchführt;
- ob der Volltext die Karte informiert hat oder nur Titel und Abstract.
Der Essay zur Bewertung des Verzerrungsrisikos startet von diesen Feldern. Sind sie leer, haben Sie keine Eingabe für eine Bewertung. Sie haben eine tabellenförmige Hoffnung. Die Methodenbibliothek und die Anleitung zum Ablauf halten die Reihenfolge fest: erst screenen, dann extrahieren, dann bewerten.